Editorial

 
 

 
 

Ausblick und Rückblick

 

Für die Stiftung Zugerische Alterssiedlungen steht das Wohl der Heimbewohnerinnen und -bewohner an erster Stelle. Entscheidend ist aber auch, dass unsere Angestellten optimale Arbeitsbedingungen vorfinden. Beim stetigen und raschen gesellschaftlichen Wandel ist die Betreuung unserer älteren Mitmenschen eine schwierige Herausforderung – aber gleichzeitig eine vornehme, erfüllende Aufgabe. Der viel diskutierte Pflegebettennotstand hat den Stadtrat zu einem Paradigmenwechsel veranlasst. Tatsache ist, dass die Stadt Zug alles daran setzt, zu einem breiteren Angebot an Heim- und Pflegebetten zu gelangen. Obwohl bei Neuaufnahmen hauptsächlich auf den Grad der Pflegebedürftigkeit geachtet wird, sind die Betten in allen Heimen stets belegt. Nicht pflegebedürftige Personen werden deshalb nur noch im Ausnahmefall aufgenommen.

 

Strukturelle Anpassungen

Unsere Heime wurden vor allem als Altersheime konzipiert. Eine Umstellung zu Pflegeheimen erfordert strukturelle Anpassungen; so braucht es beispielsweise zusätzliche Aktivie­rungs- und Therapieangebote. Infrastruktur, Betriebskonzepte, Betriebsab­läufe und Stellenpläne wurden in allen drei Heimen soweit wie möglich den neuen Er­fordernissen angepasst. Die zunehmende Pflegebedürftigkeit verändert auch die Betriebskultur nachhaltig.

 

Neue Strategie

Wir hatten bis heute in unseren Heimen eine Durchmischung von pflegebedürftigen Betagten und älteren Menschen, die vor allem Sicherheit und soziale Geborgenheit suchen. Nicht alle älteren Leute können sich auf familiäre oder nachbarschaftliche Hilfe abstützen. Mit der Aufgabe der traditionellen Altersheime verabschieden wir uns von einer bewährten Wohnmöglichkeit im Alter. Die neue Strategie erfordert eine umfassende Alterspolitik unter Einbezug aller Interessenvertreter. Zum Wohle aller Zugerinnen und Zuger.

 

Dank

Mein Dank gilt vor allem den drei Heimleiterinnen und ihrem Personal. Sie alle setzen sich täglich für das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner ein und erledigen mit viel Verständnis und Engagement ihre anspruchsvolle Arbeit. Ein herzliches «Dankeschön» richte ich zum Schluss an meine früheren Kolleginnen und Kollegen im Stiftungsrat, insbesondere an den ehemaligen Präsidenten Toni Gisler. Sie haben die Stiftung mit viel Herzblut geführt und kollegial mit mir zusammengearbeitet.

 

Stadtrat Andreas Bossard

Stiftungsrat